Buchholz – Stadt im Grünen?

Die Buchholzer Umweltverbände sind alarmiert: ein bedeutendes Stück „grünes“ Buchholz wirdverschwinden. Das große Grundstück an der Hamburger Straße 27 ist ringsum von großen, alten Eichen umgeben. Im zur Hamburger Straße gelegenen Bereich ist über die Jahrzehnte eine beeindruckende Blutbuche herangewachsen. Im hinteren Bereich des Grundstücks hat sich ein Waldbereich entwickelt mit viel Unterholz, der Vögeln, Insekten und anderem Getier einen guten Lebensraum bietet. Die Menschen aus der Umgebung nutzen diesen Wald zur Naherholung, für kurze Spaziergänge im Quartier auf einem Trampelpfad, der über die Jahre zwischen Lilienweg und Kamillenweg entstanden ist. Sie genießen die grüne Oase zwischen der umgebenden Bebauung, die Kühle im Sommer und die ruhige Atmosphäre zwischen den kahlen Bäumen im Winter, die den Verkehr der nahen Hauptstraße abschirmen.

Jetzt aber wird wahr, was schon lange klar war: das Grundstück soll zur Wohnbebauung genutzt werden. Die Baugenehmigung für die ersten Schritte ist erteilt: 51 Bäume sollen gefällt werden, um für die Bauarbeiten Platz zu schaffen. Müssen sie ersatzlos weichen? Hilft hier die Baumschutzsatzung der Stadt Buchholz, dass bei der unvermeidlichen Fällung von großen Bäumen Ersatz geschaffen werden muss?„Wir sind traurig, dass hier gesunde Bäume der Wohnbebauung weichen müssen. Andererseits unterstützen wir, dass hier innerhalb der Stadt nachverdichtet wird, um Wohnraum zu schaffen. Schlimmer ist es, wenn außerhalb oder am Rande der Stadt neue Baugebiete geschaffen werden, für die dann bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen verlorengehen,“ sagt Elisabeth Bischoff vom BUND. Herbert Maliers (Greenpeace) ergänzt: „Gerne würden wir das Wäldchen mit seiner Naturverjüngung im hinteren Bereich des Grundstücks erhalten, das für das Kleinklima in der Stadt von Bedeutung ist. Sollte das nicht möglich sein, hoffen wir zumindest auf eine zukunftsorientierte nachhaltige Bauweise als Beitrag zum Umwelt-und Naturschutz“.Die Buchholzer Umweltverbände haben dem Investor ihre Anliegen in einem Brief mitgeteilt und um ein Gespräch (natürlich online) gebeten. Die Antwort steht noch aus

Elisabeth Bischoff, Im Winkel 2, 21244 Buchholz
Tel 04181/98490, mail: elisabeth.bischoff@bund.net
Gemeinsame Pressemitteilung der Buchholzer Umweltgruppen BUND, Fridays for Future, Greenpeace, NABU, Parents for Future

1 Kommentar

  1. Peter Otte

    Was geschieht denn überall in Buchholz? Rücksichtslose Ausweisung von Gewerbegebieten. Und trotzdem ist die Stadtkasse im tiefen Minus. Lohnt sich also wohl doch nicht so sehr mit dem Gewerbe. Die Waldgebiete in Holm-Seppensen werden großflächig zum Bauen frei gegeben.
    Die zunehmende Erwärmung durch die Klimakrise wird den Buchholzern noch ordentlich einheizen.

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