Der Flächenverbrauch im Landkreis ist unverändert hoch.

Jetzt liegt die Antwort der Verwaltung vor, zu Lisa Bischoffs Anfrage zum Flächenverbrauch im Landkreis Harburg. Die uns zur Verfügung gestellten Zahlen zeigen deutlich, dass es keine aktuellen, verlässlichen und vollständigen Dokumentationen zum Flächenverbrauch gibt. Die freiwilligen Angaben beziehen sich nur auf Teilaspekte, bleiben großenteils hinter der Realität zurück oder fehlen ganz. Der aktuelle Entwurf des Landes-Raumordnungsprogramms Niedersachsen gibt den Grundsatz, dass die Neuversiegelung von Flächen landesweit bis zum Ablauf des Jahres 2030 auf unter 3 Hektar pro Tag und danach weiter reduziert werden soll. Für den Landkreis würde das einen Flächenverbrauch von weniger als 0,08 Hektar pro Tag bedeuten. Die Angaben der Antwort ergeben für 2011-2019 einen täglichen Flächenverbrauch von 0,29 Hektar.

Da es keine verlässlichen Zahlen zum Flächenverbrauch gibt, muss bezweifelt werden, dass eine Reduktion ernsthaft gewollt ist.

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2 Kommentare

  1. Tostedt ist Spitzenreiter, worüber man sich ja nicht freuen muss. Im Durchschnitt der letzten neun erfassten Jahre (2010 – 2018) ist der Flächenverbrauch 3mal so hoch, als der Samtgemeinde unter Umlegung des 30-ha-Ziels zusteht. Brauchen wir ein Moratorium für die Ausweisung neuer Flächen?

    1. Tostedt war vielleicht nur ehrlich. Die Zahlen sind nicht vollständig. Die Samtgemeinde Hollenstedt hat kaum was angegeben und trotzdem sehr viele neue Flächen ausgewiesen, auch wenn ich immer dagegen gestimmt habe. Wir brauchen realistische Zahlen und was das rrop erlaubt ist sicher zu viel. Gut dass Lisa diese Anfrage gestellt hat. Da müssen wir dran bleiben.