Für das Tierzentrum Mienenbüttel gibt es derzeit keine Betriebserlaubnis

Die Anlage der ehemaligen Tierversuchsanstalt LPT wird aktuell umgebaut und soll in ein Tierzentrum mit verschiedenen Nutzungen umgewidmet werden. Von den Betreibern wird immer wieder öffentlich der kurzfristige Start des Tierzentrums angekündigt, jedoch fehlt hierzu immer noch die nötige Betriebserlaubnis.

Um in dieses Thema Wahrheit und Klarheit zu bringen haben Tobias Handtke – der Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion – und – Ruth Alpers die Fraktionsvorsitzende der Grünen – gemeinsam einen Sachstandsbericht für den Ordnungsausschuss am 23.9. beantragt.

Mittlerweile hat der Landkreis erklärt, dass die Nutzungsänderung des Tierversuchslabors in ein Tierheim erteilt wurde. Dennoch kann das Tierzentrum nicht starten, da es keine Betriebsgenehmigung gibt, da hierzu mehrere nötige Voraussetzungen fehlen.

„Aus der Presse und den sozialen Medien konnte immer wieder der Eindruck entstehen, dass eine Genehmigung bereits erteilt wurde oder kurz bevorstehe, so kürzlich mit der Bekanntgabe für die Neu Wulmstorfer Ratsmitglieder, dass die Baugenehmigung vorliegt, so SPD-Kreistagsfraktionschef Tobias Handtke: „Allerdings haben wir erfahren, dass Anträge zur Betriebserlaubnis weiterhin geprüft werden und eine Genehmigung zur Nutzung noch nicht erteilt wurde.“

Die Kreispolitik will daher den Stand des Verfahrens noch einmal offiziell hören. „Alle Beteiligten müssen ein Interesse daran haben, dass vor dem Hintergrund der emotional hoch belasteten Vergangenheit dieses Standortes eine größtmögliche Transparenz und Sachlichkeit in die Öffentlichkeit getragen wird“, sagt Grünen-Kreistagsfraktionschefin Ruth Alpers.

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9 Kommentare

  1. Der laufende Genehmigungsprozess geht die Öffentlichkeit überhaupt nichts an und da es sich nicht um einen Genehmigungsprozess der öffentlichen Hand handelt werden die Behörden ihn ganz sicher nicht veröffentlichen.
    „Emotional hochgeladen“ wurde der Prozess durch Gegner, die durch Beschuldigungen und Unterstellungen in übler Weise jeden Anstand vermissen lassen.
    Hr. Handtke wurde gebeten treibende Personen aufzufordern, zur Sachlichkeit zurück zu kehren. Offenbar steht man zwar für Anstand, aber nur wenn es um andere Parteien bzw. politische Gegner geht.

    1. Sehr geehrter Herr Gast, es ist in der Tat unüblich dass sich der Landkreis zu Verwaltungsakten öffentlich äussert. In diesem Fall hat er es trotzdem getan, um wiederholt falschen, öffentlichen Äusserungen der Antragsteller zu widersprechen. Lesen Sie die Presseerklärung des Landkreises vom 20.8.2021 „Noch keine tierschutzrechtliche Genehmigung erteilt“. Herr Handtke und ich haben deshalb gemeinsam einen Bericht der Verwaltung zu diesem Thema beantragt, um über dieses belastete Thema transparent und wahrheitsgetreu zu berichten. Viele Grüße Ruth Alpers

  2. Ich finde es höchst bedenklich, dass hier ein Objekt, dass gemeinhin für Tierquälerei im schlimmsten Ausmaß bekannt wurde, nun als Tierschutz/auffangstation umfunktioniert werden soll. Man hätte sich für solch ein Vorhaben andere, nicht vorbelastete Gebäude suchen sollen. – Wenn hier eine Genehmigung erteilt wird, ist das eine Geschmacklosigkeit, die ihresgleichen sucht.

    1. Sehr geehrte Frau Polysius, ich kann Ihre Bedenken sehr gut verstehen. Mir wäre es auch lieber, wenn dort keine Tiere mehr gehalten werden, zumindest so lange der Grundeigentümer immer noch der gleiche ist, wie beim alten LPT. Der Landkreis ist aber nicht frei in seiner Entscheidung. Es gibt rechtliche Bedingungen, die erfüllt werden müssen und dann muss der Landkreis die Genehmigung erteilen. So muss es in einem Rechtsstaat sein. Seit Anfang diesen Jahres gab es zwar immer wieder Pressemeldungen zum umgehenden Start verschiedener Projekte auf dem ehemaligen LPT Gelände aber Fakt ist, für die Betriebsgenehmigung wurden noch immer nicht alle nötigen Voraussetzungen erfüllt. Viele Grüße Ruth Alpers

      1. Hallo Frau Alpers,
        Sie wollen in den Gebäuden, keine Tiere sehen? Das verstehe ich nicht, da Tieren dort eine Chance gegeben wird… Vom Singvogel bis Großtier kann dort allen Tieren geholfen werden… Wie wollen Sie mir erklären, dass im selben Schritt, 36(?) Millionen Euro zur Errichtung des neuen Tierversuchszentrum am UKE von den Grünen bereitgestellt wurden? Helfen Sie mir bitte, zu verstehen, warum Sie gegen Tierwohl in Mienenbüttel sind und gleichzeitig weiter Hunderte Tiere im UKE über die Klinge springen lassen?
        Beste Grüße

        1. Hallo Herr Marten, es geht hier nicht um Wünsche. Eine Betriebserlaubnis wird erteilt, wenn alle nötigen Nachweise vorliegen. Diese Nachweise sollen nicht nur, aber auch das Tierwohl sicherstellen. Und verschiedene dieser Nachweise wurden noch immer nicht erbracht. Viele Grüße Ruth Alpers

          1. Schade ich verstehe es immer noch nicht… Denn Sie scheinen das Tierwohl im UKE vergessen zu haben!! Kleine Zwinger und Käfige sind natürlich auch schön um auf den tot zu warten…

            Schade auch das es diesbezüglich nie eine Stellungnahme seitens der Grünen gibt… Ich finde es nämlich nicht besonders Grün…
            Aber es ist ja Wahlkampf und da passen Tote Tiere nicht sonderlich gut ins Bild…

      2. Erklären Sie mir doch bitte, was nach Ihrer Meinung in Mienenbüttel am Besten passieren sollte…..die Nachhaltigkeit ist Ihnen ja sicherlich wichtig. Es ist Ihnen doch bestimmt bewusst, dass die Voraussetzungen kommen werden. Es ist Wahlkampf, oder….

    2. Solche passenden Gebäude müssen einige Auflagen erfüllen und diese wird es nicht gehäuft geben. Geschmacklos ist der Vergleich des Tierzentrums mit einen Tierversuchslabor.